
Aktuelle Informationen vom Burgverein Felsberg
Wieder über 1000 Stunden für die Felsburg
Burgverein zieht erfolgreiche Bilanz – Dank von Schlösser und Gärten
Für die Pflege der Felsburg, den Denkmalschutz und die Betreuung der 3550 Besucher sowie Gäste von 14 Hochzeiten haben Mitglieder des Burgvereins Felsberg im vergangenen Jahr erneut mehr als 1000 Stunden ehrenamtlich geleistet, davon 650 vom Arbeitskreis. Diese erfolgreiche Bilanz wurde in der Jahreshauptversammlung gezogen. Die einzelnen Aktivitäten gingen aus sieben Berichten hervor.
Mit 481 Mitgliedern ist der Burgverein nach dem TSV Eintracht 1863 der zweitgrößte Verein der Kernstadt. Erneut wurde deutlich, dass die Felsburg ein sehr beliebter Ort für standesamtliche Trauungen geworden ist. Der Burgverein betreut das Baudenkmal und das Landschafts-schutzgebiet im Auftrag des Landes Hessen. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen sei sehr gut „und entspricht überhaupt nicht Vorurteilen gegenüber Behörden“, sagte Vereinsvorsitzender Horst Fenge. Die Verwaltungsspitze habe dem Verein bei einem Besuch in Felsberg ausdrücklich gedankt für die Erhaltung und Präsentation der Burg. Die ist bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen jeweils ab 13 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet sein. Sehr gut geklappt habe es bisher mit der Burgaufsicht. Auch Nicht-Mitglieder hätten sich zur Verfügung gestellt. Es sei sehr erfreulich, dass es bei den Burgöffnungen keine Lücken gegeben habe, hieß es.
Erstmals war die Felsburg Austragungsort des Yoga-Sommers. „Es hat den Teilnehmenden auch aufgrund der schönen Kulisse offenbar gut gefal-len“, sagte Fenge. Das Angebot zum Tag des offenen Denkmals sei gut angenommen werden. Fenge erinnerte an die Reparatur der Südmauer und den Einsatz von Ziegen und Schafen bei der Landschaftspflege. Der sei auch dieses Jahr wieder vorgesehen. Einige Bäume auf dem Burggelände seien umgefallen oder mussten gefällt werden. Ein Grund sei das Eschen-Sterben. Die Arbeiten seien nicht ungefährlich und müssten von Fach-firmen ausgeführt werden.
Auch in diesem Jahr gibt es Kulturveranstaltungen. Das Blasorchster Brunslar wird nach Angaben Fenges wahrscheinlich vor, die Klausverschwö-rung“ von Klaus Pfaff kurz nach den Sommerferien auf der Burg auftreten – beides unter dem Motto Picknick mit Musik.
„Wir haben einige neue Helfer, und das ist sehr erfreulich“, sagte Peter Hoppe namens des Arbeitsklreises. Ein Mähroboter sei eine große Erleich-terung, und man sei auch weiter auf den Einsatz von Ziegen und Schafen angewiesen, „um dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten, die chemische Keule scheidet aus“.
Zwölf Wanderungen stehen auf dem Terminplan der Wandergruppe. Der beliebte Volkswandertag für jedermann wird am Sonntag, 31. Mai, statt-finden, kündigte Wanderwart Georg Rohde an. Am 15. November ist der Besuch des Henschel-Museums in Kassel geplant.
Zu den weiteren Aktivitäten des Burgvereins zählen auch der Singkreis und die Spinnstube.
Felsbergs Ortsvorsteher Klaus Döll nannte den Burgverein „das Aushängeschild von Felsberg“, die Arbeitsleistungen „eine wichtige Stütze“. Er-freulich seien die Burgführungen für Kinder und Jugendliche: „Alle waren begeistert.“
„Ihre Arbeit verdient größten Respekt, ihr macht das mit viel Herzblut“, sagte Hannelore Mark, Vorsitzende des Heiligenbergvereins Gensungen und sprach von einer guten Zusammenarbeit.
Für seine besonderen Verdienste um den Burgverein Felsberg und die Erhaltung der Burg ist Erik Herzog zum Ehrenvorstand ernannt worden. Der 53-Jährige ist seit nunmehr 22 Jahren Mitglied des Arbeitskreises und war über 18 Jahre dessen Vorsitzender. Er gilt stets als Vorbild und Motivator. Sein schönster Dank, so betont er, sei die Anerkennung der vielen Besucher, die sich immer wieder lobend über den guten Zustand des staatseigenen Baudenkmals äußern. Seit seiner Gründung 1885 betreut der Burgverein die Ruine samt Landschaftsschutzgebiet.
Unterhalb der Burg in der Obergasse aufgewachsen, liegt Erik Herzog die Burg seit Jahrzehnten am Herzen. Neben der Organisation vieler Feste stand die Erhaltung und Pflege der Burg immer an erster Stelle. Herzogs Leitspruch war stets der Satz über dem Eingangstor zum 30 Meter hohen Turm: „Wahrzeichen der Heimat, seine Erhaltung, unsere Verpflichtung – die Burgstadt.“ Oft mal kritisch, aber immer im positiven Sinne enga-gierte sich Herzog im Vorstand. Seine Funktion als Arbeitswart hat ein Dreier-Team übernommen: Angelika Schmid, Peter Hoppe und Reiner Bläsing. Hoppe nannte den Arbeitskreis „eine dufte Truppe, gern begrüßen wir neue Unterstützer“.
„Ich habe es gern gemacht“, bedankte sich Herzog, der auch mal Jugendwart des TSV Eintracht 1863 war und Handball gespielt hat. Seine Ehrung durch den Burgverein sei eine Ermutigung für alle, „unsere schöne Burg nie im Stich zu lassen“. Sein Appell: „Nehmt Euch weiter Eurer Burg an, damit sie für die künftigen Generationen erhalten bleibt.“
Weitere Ehrungen:
für 40-jährige Mitgliedschaft Hans-Hermann Engler, Inge Veit, Gabi Rietschle, Manfred Klingelhöfer, Franz Wagner, Klaus Stiegel, Rolf Offermann. Für 25 Jahre: Christina Reinbold, Michael Groß, Dietmar Rüba, Liesel Hohmann, Gerhard Jacob, Martha Jacob, Gertraud Metz, Helga Werner, Karl-Heinz Heller, Mareike Weber.
Für zehn Jahre: Inge Groß, Reinhard Lange, Helga Lange, Mathias Brunner, Stefanie Brunner, Larissa Brunner, Julia Brunner, Gert Knorr, Katrin Strack, Felix Schütz, Rolf Jürgenliemk, Waltraud Jürgenliemk, Jonas Freudenstein. m.s.
von links: Burgvereinsvorsitzender Horst Fenge und sein Stellvertreter Wolfgang Knaust,
Liesel Hohmann, Inge Groß, Erik Herzog, Felix Schütz und Gert Knorr. Foto: Manfred Schaake
Nach wie vor ein Publikumsmagnet: Die Felsburg über der Altstadt mit der Nikolaikirche und den historischen Fachwerkhäusern. Bei schönem Wetter bietet sich ein herrlicher Blick auf die Burg oder von der Burg ins Edertal.
Foto: Manfred Schaake