Heimatkunde: Burgverein hilft beim Ankommen

„So habe ich Felsberg noch nie gesehen!“, war der Ausruf von einigen Geflüchteten, die zum ersten Mal auf dem Turm der Felsburg waren. Vor weit über einem Jahr sind sie nach Felsberg gekommen: Geflüchtete aus Eritrea und Äthiopien, aus Afghanistan, dem Irak, aus Syrien.
An ihrem neuen Wohnort kennen sie sich schon gut aus, aber ein paar Mosaiksteine fehlen noch, um richtig hier anzukommen: Geschichte und Traditionen der neuen Heimat wollen entdeckt werden.
Der Burgverein hat den Anfang gemacht: Geleitet von Hans Poth haben 5 Geflüchtete und 2 Felsberger Jugendliche, alle 7 besuchen die Produktionsschule der Jugendwerkstatt Felsberg, einen Rundgang gemacht, der ihnen historische Punkte in Felsberg näher gebracht hat.

Bestandteile waren natürlich die Besichtigung der Burganlage mit Turmbesteigung, aber auch die Stadtkirche und das Marktplatzhäuschen, das für Erstaunen sorgte: „Und hier haben wirklich 11 Personen gelebt?“ Diese Frage war der Startschuss: „Wie haben denn die Menschen früher hier gelebt?“ „Hatten alle so schöne Häuser?“ „Wie wurde geheizt?“ Die TeilnehmerInnen haben so einiges über Felsberg erfahren können. Von Geschichte und Traditionen wurde der Bogen zur Gegenwart geschlagen. Damit wurden den Integrationsbemühungen wertvolle Mosaiksteine hinzugefügt, die Verständnis für das neue Zuhause schaffen.