210 Ziegen pflegen die Felsburg
„Die Ziegen könnten als Attraktion eigentlich das ganze Jahr hier bleiben”, meinten ein Teil der Felsburg-Besucher. Zum siebenten Mal waren die Ziegen im Landschaftsschutzgebiet auf der Felsburg unterwegs. Die Tiere des Försters Ekkehard Rogee aus Netra im Ringgau kamen von dem Gelände des ehemaligen Klosters Kartause nach Felsberg und sind dann weiter zum Geschellenberg bei Hilgershausen gezogen. Bis zum Ende des Jahres pflegen die Tiere über 30 Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete in den Kreisen Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. „Wir sind von Corona nicht betroffen”, betont Ziegenliebhaber Rogee. In Felsberg freute er sich einmal mehr über das „super Futter” auf der Felsburg. Brennnesseln, Brombeeren und weitere Sträucher sind eine Delikatesse für die Ziegen. Die Tiere unterstützen jedes Jahr den Burgverein, der pro Jahr schon bis zu 1000 Arbeitsstunden geleistet hat. Die Landschaftspflege durch Ziegen ist nach Angaben der für die Felsburg zuständige Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen ökologischer und kostengünstiger als Mähen durch Firmen. Beim Zug durch Gensungen und Felsberg zeigte sich erneut, dass die Autofahrer viel Verständnis zeigen, wenn Rogee und Familienangehörige die Tiere über die Straßen begleiten. Immer wieder befürchten Bürger, dass die Ziegen von den Felshängen abstürzen. Das ist laut Rogee aber unbegründet: „Ziegen stammen vom Steinbock ab, und der ist in Felsen zu Hause.” m.s.

Nachfolgend ein paar Bild-Impressionen vom Auftrieb der Zeigen auf die Felsburg.


Fotos: Manfred Schaake