Wandern auf den Spuren der Gemarkungsgrenzen


Als „vollen Erfolg” wertete Wanderwart Heinz Veit den gestrigen Volkwandertag des Burgvereins Felsberg.
Unser Bild zeigt die Gruppe am Berliner Platz. Der Wandertag für alle hat inzwischen eine mehr als 30-jährige Tradition. Veit griff die früheren Grenzbegänge von Altbürgermeister Ernst Schaake wieder auf. Diesmal führte die Acht-Kilometer-Tour in Richtung Böddiger und gab einmal mehr viele Einblicke in die interessante Geschichte des Edertals.
Kulturwart Hans Poth erläuterte unter anderem den Begriff Schindebusch – eine Gemarkungs- und Straßenbezeichnung. Dort wurden früher die Vieh-Abfälle aus der Stadt abgelagert, der städtische Bedienstete wurde „der Schindel”, seine Mitarbeiter die Schindler genannt. Die Straßenbezeichnung Kirchgarten geht laut Poth auf den Standort des ehemaligen Nonnenklosters mit Marienkapelle zurück – beides wurde beim großen Stadtbrand 1640 zerstört. Die Wanderung bei bestem Sommerwetter endete auf der Burgwiese.
Der Erfolg des Wandertages mache Mut, so weiterzumachen, sagte Heinz Veit. Gerade angesichts der hochsommerlichen Temperaturen sei die Beteiligung sehr gut gewesen. Das sei auch eine Bestätigung für die gute Arbeit des Burgvereins. Der sucht allerdings neue Mitglieder und dringend junge Unterstützer für die einzelnen Gruppen, vor allem für den Arbeitskreis. Der pflegt die Burganlage samt Landschaftsschutzgebiet und leistete im Vorjahr 1000 Arbeitsstunden. Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Dienstag im Monat ab 18.30 Uhr im Vereinshäuschen am Marktplatz 4. (m.s.)

Wanderer

Foto: Schaake