100 Ziegen und Schafe pflegen die Felsburg


Ein besonderes Naturschauspiel ist derzeit rund um die 1000 Jahre alte Felsburg zu bewundern. Jeweils 50 Ziegen und Schafe pflegen drei Wochen lang das Landschaftsschutzgebiet.

Die vom Aussterben bedrohten Coburger Fuchsschafe und Thüringer Waldziegen sowie Schwarzkopfschafe und Buren-Ziegen gehören zum Ziegenhof Ems-Aue aus Haddamar. Martin und Daniela Will hatten ihre Tiere vorher auf der Altenburg eingesetzt. Das Ehepaar ist im Auftrag der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen eingesprungen, weil der bisher tätige Förster Ekkehard Rogee aus Netra seine Ziegenherde inzwischen aufgegeben hat.

Für den Burgverein ist der nahtlose Übergang ein Glücksfall,  sagt Vorsitzender Horst Fenge. Die Tiere unterstützen jedes Jahr den Verein, der schon bis zu 1000 Arbeitsstunden pro Jahr geleistet hat. Das Mähen erfordert immer wieder sehr viel Aufwand. „Das Burggelände ist ein Paradies für die Ziegen”, sagt Martin Will. Und: „Ziegen sind Kletterkünstler.” Es brauche also niemand Angst zu haben, dass sie von den Felsklippen oder Mauern stürzen. Tierhalter und Burgverein bitten alle Besucher, den unter Strom stehenden Zaun zu respektieren und die Tiere keinesfalls zu füttern.

Die Burg ist sonntags von 13 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.  m.s.

Foto: Manfred Schaake