Lichterglanz für die Burgen - Burgen wieder im Lichterglanz Vereine installierten Weihnachtsbeleuchtung im Edertal
Von Manfred Schaake
Die Felsburg und Burg Heiligenberg erstrahlen seit dem Samstag vor dem ersten Advent im vorweihnachtlichen Lichterglanz. Bis zum Heiligen Dreikönigstag am 6. Januar ist die Festbeleuchtung im Edertal Tradition. Mitglieder des Heiligenbergvereins Gensungen und des Burgvereins Felsberg unter Leitung der Arbeitskreisvorsitzenden Dietmar Preiß und Erik Herzog haben die Festbeleuchtung installiert. Auf dem Heiligenberg musste coronabedingt zum zweiten Mal auf einen Weihnachtsbaum verzichtet werden. Auf dem 396 Meter hoch gelegenen Turm war 1964 erstmals eine Fichte aufgestellt und mit elektrischen Lichtern bestückt worden. Allein für das Fällen, den Transport und das Aufstellen braucht man nach den Worten von Preiß acht bis neun kräftige Männer. Das sei in den vergangenen Jahren nur dank der Unterstützung des Stammtisches „Die Bärenfänger“ möglich gewesen. Unter den Corona-Bestimmungen sei es aber auch dieses Jahr nicht möglich gewesen, einen Baum aufzustellen. „Kein Weihnachtsbaum auf dem Heiligenberg – das ist trostlos“, hatte Preiß im Vorjahr gesagt. Es ließ sich aber nicht ändern. Die Alternative: Die Lichterketten wurden an der Brüstung der Turmkrone angebracht. Fritz Strack, Ehrenvorsitzender des Heiligenbergvereins, freut sich heute über diese Lösung. „Mehrere Bürger haben geäußert, dass es ihnen besser gefällt als der Baum. Jetzt ist alles einfacher.“ Die jetzige Lösung ähnelt einem Adventskranz, und das möchte der Verein gern weiterentwickeln. Die neue Idee: vier große Fässer sollen auf der 32 Meter langen Rundmauer wie Kerzen leuchten. „Das könnte ein schöner Adventskranz werden“, heißt es im Arbeitskreis. Vorsitzender Preiß: „Wir werden das ausprobieren und klären, wie wir das bestmöglich lösen.“ In Felsberg wurde zum vierten Mal nach 55 Jahren anstelle einer Fichte eine dem Baum nachempfundene Metallkonstruktion aufgestellt. Aus 150 Kilogramm Vierkant-Rohr und über 250 Glühlampen hatte der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker den sieben Meter hohen „Baum“ konstruiert. „Sehr gut gelungen“, war in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören. Herzog: „Unsere Beleuchtung bis hin zur 30 Meter hohen Turmspitze erfreut die Menschen alle Jahre wieder.“ Auch für den Burgverein war es immer schwieriger geworden, den schweren Baum auf die Burg zu transportieren – es war nicht ungefährlich. Und Stürme richteten oft Schäden an. Herzog: „Die jetzige Lösung ist ideal.“ 


Erfolgreicher Einsatz: Arbeitskreismitglieder und weitere Helfer stellten auf der Felsburg die einem Tannenbaum nachempfundene Metallkonstruktion auf, konstruiert vom Arbeitskreismitglied Wolfgang Knaust.

Lichterketten am historischen Gemäuer: Der Turm des Heiligenberges ist auch ohne Tannenbaum vorweihnachtlich. Die vom Arbeitskreis installierten Leuchten am Gemäuer wirken wie ein Adventskranz. 

Fotos: Manfred Schaake