Arbeitskreis braucht dringend junge Kräfte  Arbeitswart Erik Herzog ruft zur Unterstützung auf


von Manfred Schaake


Der Arbeitskreis des Burgvereins Felsberg brauche für den Erhalt und die Pflege des staatseigenen Baudenkmals Felsburg und das Landschaftsschutzgebiet rund um die Ruine dringend weitere Unterstützung und vor allem junge Kräfte.
Das sagte Erik Herzog, seit vielen Jahren Arbeitswart, bei der traditionellen Jahres-Zusammenkunft des Arbeitskreises im Gasthaus zum Bahnhof. Ohne künftige Unterstützung durch weitere Helfer könnten die vielfältigen Aufgaben nicht mehr wie bisher bewältigt werden.

Bei Burgführungen mit Kulturwart Hans Poth sowie bei den Öffnungstagen zwischen Ostern und Oktober gebe es immer wieder viel Lob und Anerkennung für den guten Zustand der Anlage, sagte Herzog. Das sei dem Burgverein zu verdanken, der das Denkmal seit seiner Gründung im Jahre 1885 für den Staat ehrenamtlich betreue und sich gerade nach dem Krieg große Verdienste um den Erhalt und die Restaurierung gemacht habe.
Das vorbildliche Engagement des Vereins sei im Vorjahr auch von Diplom-Ingenieurin Dr. Katharina Papajanni von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen und von der Diplom-Restauratorin Kirsten Harms gewürdigt worden, betonte Herzog. Harms hat – wie berichtet – im Auftrag des Landes mehrere Monate auf der Burg gearbeitet, die vom Einsturz bedrohten gotischen Fenster gerettet, Mauerkronen gegen eindringendes Wasser geschützt und Putzreste aus der Zeit zwischen 1330 und 1390 gesichert.
„Sie hat nicht irgendwelches Zeug in die Fugen gespritzt, sondern als ausgewiesene Fachfrau hervorragende Arbeit im Interesse des Denkmalschutzes geleistet”, sagte Herzog vor dem Hintergrund von Stimmen, das bringe ja sowieso nichts.
Der Burgverein sei dankbar, dass nach Jahren des Stillstandes Dank der kämpferischen Initiative des Vereins der Durchbruch gelungen sei und der verantwortliche Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen die Aufträge an kompetente Handwerker vergeben habe, sagte der Arbeitswart. Das sei vor allem auf gute Kontakte zu den Landesbehörden und zu Politikern zurückzuführen. Das permanente „Bohren” habe sich gelohnt. Im Zusammenspiel mit dem Land Hessen als Eigentümer der Burg sei der Verein auch weiterhin gern bereit, seit Engagement fortzusetzen. „Das geht aber nur, wenn unser Arbeitskreis endlich auch durch jüngere Bürger unterstützt wird”, betonte Herzog auch bei aller Anerkennung für die älteren, treuen Helfer bis zum 85. Lebensjahr.
Ein sehr gutes Beispiel sei Dieter Diesing aus Melsungen. Der gebürtige Felsberger hatte in der HNA gelesen, dass Helfer für einen Arbeitseinsatz gesucht werden. Diesing kam, packte mit an und ist heute eine wichtige Stütze des Arbeitskreises. „Wir machen das alles für die Allgemeinheit und lassen nicht zu, dass unsere schöne, das mit Altenburg und Heiligenberg Edertal prägende Burg mit Wildwuchs zuwuchert”, betonte der Arbeitswart. „Erik Herzog ist uns allen ein Vorbild und ein guter Motivator”, sagte Ehrenvorstand Manfred Schaake, und rief ihm zu: „Wir brauchen Dich noch viele, viele Jahre.”

Herzogs Motto: „Freiwillige Helfer sind uns immer herzlich willkommen.

Mit dem Arbeitskreis ins neue Jahr – engagieren, unterstützen, mithelfen.

Der Erhalt der Felsburg als Wahrzeíchen unserer Heimat ist die Verpflichtung aller!”