Aus der HNA - Melsunger Allgemeine vom 30.11.2015

Bundesverdienstkreuz für Manfred Schaake

Felsberg. Einsatz für die Sanierung der Felsburg und Geläut der Felsberger Nikolaikirche - nur zwei Gründe warum Manfred Schaake mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.
Ob Manfred Schaake sich durch „penetrante Konzilianz" oder durch „konziliante Penetranz" auszeichne, wie Staatsminister Udo Corts es einmal gesagt haben soll, darüber gingen die Erinnerungen der Redner auseinander. Aber dass der in seiner Heimatstadt Felsberg tief verwurzelte gebürtige Gensunger eine Ausnahmeerscheinung sei, darüber waren sich alle einig.
Der Journalist, der seit über 50 Jahren für die HNA schreibt, wurde nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Die Hälfte dieser so besonderen Würdigung gehöre auch Ehefrau Gretel Schaake, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister bei der Verleihung im Burghotel Heiligenberg. „Die Familie Schaake hat sich insgesamt nicht nur für Felsberg, sondern für die gesamte Region Nordhessen verdient gemacht.“ Denn ohne familiäre Unterstützung sei das zeitaufwändige, übergroße Engagement des Geehrten nicht zu leisten gewesen, so der CDU-Politiker.
„Dass wir eine komplett sanierte Burg in Felsberg haben, hat ganz viel mit Manfred Schaake zu tun.“ Mit diesen Worten stellte Weinmeister die Verdienste des Geehrten um das mittelalterliche Gemäuer heraus.
Mit jedem Basaltstein, der in 15 Jahren Sanierung dort verbaut wurde, sei das langjährige Vorstandsmitglied als Sanierungskoordinator verbunden, so Bürgermeister Volker Steinmetz.
Schaakes zweites großes ehrenamtliches Anliegen galt dem Geläut der Nikolaikirche in Felsberg.
Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier lobte ihn als Vordenker im Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde, dem der Ruheständler als Ehrenmitglied und seit 2013 auch als gewähltes Mitglied angehört. Nur zwei von vielen Erfolgsgeschichten, die Manfred Schaake schrieb.
Viele Themen hat der Journalist darüber hinaus in seiner beruflichen Tätigkeit mit außerordentlichem Eifer begleitet und maßgeblich vorangetrieben. Deshalb gebühre ihm über die ehrenamtlichen Verdienste hinaus Anerkennung und Respekt vor seiner journalistischen Leistung, sagte der SPD- Landtagsabgeordnete Dieter Franz aus dem Wahlkreis Werra-Meißner/Rotenburg als einer von drei Initiatoren der Ehrung. Mit klarer Recherche und deutlicher Kommentierung habe der Redakteur der Demokratie und dem Gemeinwesen durch sein außergewöhnliches Berufsethos gedient.
„Dein Werkzeug ist das Wort“, sagte der Burgvereins-Vorsitzende Horst Fenge. Beharrlich und offen, ja unbequem und anstrengend, wenn es sein musste, habe sich Manfred Schaake ohne Rücksicht auf eigene Belange für all diejenigen Themen eingesetzt, die der Allgemeinheit nützten, so der Tenor aller Redner. Dieses Engagement solle als Vorbild für andere dienen, sagte Weinmeister. Schaake selbst gab den Dank und die Anerkennung zurück: „Erreicht habe ich das alles ja nur, weil andere das umgesetzt haben.“
HNA/and

Verdienstkreuz

Ehrung für das Engagement: Das Verdienstkreuz 1. Klasse verlieh Staatssekretär Mark Weinmeister (rechts) an den Felsberger Manfred Schaake. Mit im Bild dessen Ehefrau Gretel und die drei Männer, die den Journalisten für die Ehrung vorgeschlagen hatten: (von links) Wolfgang Schneider, Hauptinitiator Volker Führer und der Landtagsabgeordnete Dieter Franz.
Bild: HNA/and