Die Jahreshauptversammlung 2019

1950 Stunden für die Burg Verein zieht positive Bilanz – Viele Aktivitäten in diesem Jahr
Von Manfred Schaake

Mitglieder des Burgvereins Felsberg haben im Vorjahr ehrenamtlich 1950 Stunden für den Erhalt des staatseigenen Baudenkmals und die Betreuung der über 2000 Besucher geleistet. Diese positive Bilanz wurde in der Jahreshauptversammlung gezogen. „Wir sind auf vielen Ebenen für unsere Heimat aktiv und unterstützen den Tourismus”, sagte Vorsitzender Horst Fenge. Mit 528 Mitgliedern ist der Burgverein nach der Eintracht (820 Mitglieder) der zweitgrößte Verein Felsbergs. Acht Gruppen sind im Burgverein aktiv, darunter auch ein Singkreis, eine Wander- und und eine Brauchtumsgruppe.
Nach Angaben von Horst Fenge und Wanderwart Heinz Veit wünscht sich der Verein nach dem Vorbild Melsungen, Spangenberg, Morschen und Gudensberg an den Autobahnen 7 und 49 touristische Hinweisschilder auf die Dreiburgenstadt Felsberg mit seinem Weinberg. Die erste Initiative des Vereins liegt schon sieben Jahre zurück. Nachdem sich seitens der Stadtverwaltung aber nichts tat, hat der Verein nunmehr selbst den hessischen Verkehrsminister persönlich angeschrieben und um Unterstützung gebeten.
Für Hinweisschilder auf die Burg in Felsberg und Gensungen habe der Verein konkrete Vorschläge gemacht und mit den Behörden gesprochen. Veit: „Leider geht es nicht so schnell, wie wir es möchten. Wir erhoffen baldigst positive Antworten, denn unsere Burg ist ein wichtiges kulturelles Kleinod.”
Die Außenfassade des städtischen Hauses Marktplatz 4 – regelmäßiger Treffpunkt der Burgvereinsgruppen – sei dringend reparaturbedürftig. Die Stadt müsse tätig werden, die Anträge seien gestellt, hieß es in der Hauptversammlung. Der Verein habe auf der Burg weitere Schutzgeländer finanziert und werde den Treppenaufgang Eselspfad auf seine Kosten erneuern lassen.
„Wahrzeichen der Heimat – seine Erhaltung, unsere Verpflichtung.” Dieser Satz müsse weiterhin eine Mahnung für alle sein, sagte Arbeitswart Erik Herzog. Nach seinen Angaben leistete der Arbeitskreis wieder rund 1000 Stunden. Im Durchschnitt hätten sich zwölf Mitglieder an den Einsätzen beteiligt, der Altersdurchschnitt liege bei 72 Jahren. Der Verein kümmere sich auch um den Natur- und Landschaftsschutz.
Als sehr erfreulich wertete Herzog die vielen positiven Stimmen zu der von Wolfgang Knaust konstruierten Metallkonstruktion, die man erstmals an Stelle eines Weihnachtsbaumes aufgestellt hatte. Die Zustimmung zeige, dass die aus Gründen der Arbeitserleichterung getroffene Entscheidung „zu 100 Prozent richtig war”.
„Wir brauchen dringend Unterstützung im Arbeitskreis”, betonte Herzog. Sein Appell an die Felsberger: „Lasst Eure Burg nicht im Stich.”
Als Heiratsort werde die Burg immer beliebter, berichteten Ingrid Maifarth und Gisela Majeske. Seit 2007 habe der Verein 176 Hochzeitspaare betreut.
„Das Interesse an unserer Burg ist ungebremst”, sagte Kulturwart Hans Poth. Das Interesse an Burg- und Stadtführungen nehme zu. Auch die Kulturveranstaltungen und der Tag des offenen Denkmals seien Publikumsmagnete. 350 Besucher in 16 Gruppen führte Poth im Vorjahr, der auch viele Anfragen von Geschichtsvereinen, Schulklassen und interessierten Bürgern beantwortet.
Mehr jüngere Menschen wünscht sich Heiner Maifarth für die Dialekt- und Mundartgruppe, die sich jeden dritten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr im Marktplatzhäuschen trifft. Für 2019 sei wieder ein Mundart- und Dialekt-Nachmittag geplant.

Das Flüstern der Bäume
Mehrere Termine des Burgvereins stehen schon fest.
o Ostersonntag, 21. April, erste Öffnung ab 13 Uhr mit Ostereiersuchen für Kinder. Bis Ende Oktober ist die Burg an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
o Sonntag, 26. Mai, Volkswandertag, ab 9 Uhr Treffen Berliner Platz.
o Samstag, 24. August, 19 Uhr Burghof,  Kultursommer Theater „Das Flüstern der Bäume” mit Stefan Becker vom Spielraum-Theater.
o Sonntag, 25. August, 16 Uhr Burgwiese, „Herr Sturm und sein Wurm” von Barbro Lindgren für alle ab drei Jahre und Erwachsene.
o Sonntag, 8. September, Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Moderne Umbrüche in Kunst und Architektur”, Führungen ab 11 und 14 Uhr.

Der neue Vorstand
Die Vorstandswahlen brachten einen einmütigen Vertrauensbeweis für den bisherigen Vorsitzenden Horst Fenge, der auch noch Naturschutzwart ist, und für den übrigen Vorstand. Wolfgang Knaust ist neuer 2. Vorsitzender – Georg von Vogt hatte nicht mehr kandidiert. Weitere Ergebnisse: Kassenwart Thomas Gipper, Schriftführerin Margot Fenge, Wanderwart Heinz Veit, Kulturwart Hans Poth, Burgwarte Erich und Gisela Majeske, Arbeitswart Erik Herzog, Kassenprüfer Brigitte Wagner und Klaus Döll.

Georg von Vogt Ehrenvorstand
Für sein jahrzehntelanges Engagement für den Burgverein Felsberg ist Georg von Vogt zum Ehrenvorstrand ernannt worden. Er war unter anderem zwölf Jahre im Vorstand aktiv. Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Verein Marlis Fenge, Werner Fenge, Hubert Göritzer, Reinhold Ingrisch, Johann Lukas und Burkhard Tunk.
Weitere Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft: Helga Blum, Erna Finis, Gitta Hentschker-Kranixfeld, Ernst Kühn, Markus Maifarth, Sigrid Maifarth, Marion Ebert, Dr. Michael Grönig, Walter Strack, Hans-Jürgen Heise, Stefan Groß, Dr. Meinhard Rudolff, Kurt Wenderoth, Wolfgang Brandt, Inge Koch, Anna-Katherina Brandt, Heinz Kravzeck, Lothar Hühner, Erika Reitz, Erwin Sopp, Elke Sopp, Larissa Eckhardt und Eckgard Ude für den Verein Hessische Geschichte und Landeskunde. Zehnjährige Mitgliedschaft: Frank Lumm, Marga Bleitner, Volker Papenhagen, Marco Dieling, Henry-Leon Eckhardt, Sabine Gluth, Tizian Gluth, Torben Gluth, Jörg Bernhardt, Andrea Bernhardt, Janis Bernhardt, Lea Bernhardt, Minou Müller, Thomas Müller, Florian Müller, Silke Kleinert, Detlev Peeck, Angelika Peeck, Markus Wurst, Thomas Gipper, Simone Zinn, Cira Zinn und Ralf Fenge. 


Treue Mitglieder des Burgvereins 1885 Felsberg: Der neue Vorstand und Geehrte. Vorn von links Reinhold Ingrisch, Johann Lokas, Hubert Göritzer, Georg von Vogt, Margot Fenge, Hans Poth, Erich Majeske. Hinten von links Erik Herzog, Kurt Wenderoth, Minou Müller, Florian Müller, Simone Zinn, Eckhard Ude, Heinz Kravzeck, Heinz Veit, Horst Fenge und Wolfgang Knaust. Foto: Manfred Schaake